Zwei Gesichter, eine Sprache, ein Roman: zwischen Wirklichkeit und Fabulierlust

Herzlich Willkommen!

Ich bin Katharina Dauer und schreibe Geschichten, in denen Wörter mehr sind als Werkzeuge – sie öffnen Türen, erinnern und verwandeln. Genau dort beginnt mein aktueller Roman Die Großartigen Gärten des Jonathan Kalmäuser (AT).

Im Mittelpunkt steht ein Werbetexter, der bemerkt, wie seine Stadt ihre Sprache verliert, und in die Gärten seiner Kindheit flieht. Dort erreicht ihn etwas, das bewahrt werden will. Quinn Perpendikel, Chronistin mit Hang zu Umwegen, Einsprüchen und überraschenden Beobachtungen, notiert, was andere womöglich übersehen hätten.

Auf dieser Seite zeige ich Einblicke in den Entstehungsprozess: Romanwerkstatt, Gedanken, Fundstücke und Fragen an die Sprache selbst. Mach es dir bequem – hier darf gestaunt, geschmunzelt und mitgefühlt werden.

Buchcover des Romans „Die Großartigen Gärten des Jonathan Kalmäuser“ von Katharina Dauer mit Illustration eines offenen Buches, aus dem Pflanzen wachsen, und Hinweis „Manuskript sucht Verlag“

– Arbeitscover und Arbeitstitel –

“Die Großartigen Gärten des Jonathan Kalmäuser” – mein Roman entsteht

Wenn Jonathan Kalmäuser etwas hasst, dann ist es Smalltalk. Mit Werbeslogans kennt sich der zurückhaltende 29-Jährige dagegen aus: Er ist der erfolgreichste Texter der Agentur STÖR! und glaubt, dort seine Lebensaufgabe gefunden zu haben.

Während in der Strahlenden Stadt immer mehr Bildflächen um die Aufmerksamkeit der Menschen kämpfen, werden Gespräche kürzer und vertraute Wörter seltener. Jonathan nimmt diese Entwicklung zunächst hin. Schließlich arbeitet auch STÖR! daran, Blicke einzufangen – und er selbst liefert die passenden Sätze dazu.

Als er in die Großartigen Gärten seiner Kindheit zurückkehrt, will er eigentlich nur ihren Verkauf vorbereiten und möglichst bald wieder abreisen. Doch dann erreichen ihn Sendungen mit rätselhaften Inhalten. Eine davon enthält ein schwarz eingebundenes Buch, dessen Titel Jonathan zunächst falsch deutet und dessen Inhalt vollkommen absurd erscheint. Weitere Pakete folgen – und schon bald lässt sich das, was in den Gärten geschieht, nicht mehr einfach ignorieren.

Erst widerwillig, dann mit wachsender Hartnäckigkeit versucht Jonathan, das zu bewahren, was dort plötzlich von ihm abhängt. Dabei gerät sein sorgfältig eingerichtetes Leben zunehmend aus den Fugen. Denn nach und nach muss er erkennen, dass das Geschehen in den Gärten mit einer Entwicklung zusammenhängt, an der er selbst längst mitwirkt.

Erzählt wird seine Geschichte von Quinn Perpendikel, einer selbsternannten Chronistin, die kommentiert, widerspricht und sich gern ungefragt einmischt. Wer sie eigentlich ist, bleibt dabei ihr Geheimnis.

Sprechblase mit Zitat über das Verschwinden von Sprache, daneben ein Buch und ein Füller auf einem Tisch

Wer ist denn nun Quinn Perpendikel?

Quinn Perpendikel führt durch alle drei Teile des Romans und begleitet den Werbetexter Jonathan Kalmäuser durch seine großen und kleinen Abenteuer.

Die eigenwillige Erzählerin beobachtet, kommentiert, verschiebt Perspektiven – und weiß manchmal mehr, als sie im ersten Moment preisgibt. Quinn spricht nicht über die Figuren, sie erzählt aus der Geschichte heraus. Ihre Stimme ist aufmerksam, gelegentlich ironisch und immer sprachbewusst.

Doch Quinn bleibt nicht zwischen Buchdeckeln. Auch außerhalb des Romans beschäftigt sie eine Frage: Was geschieht mit Wörtern, wenn wir sie nicht mehr benutzen?

Deshalb bringt sie auf Instagram ungewöhnliche, schöne und manchmal beinahe vergessene Wörter zurück in den Alltag – nicht als Museumsstücke, sondern als lebendigen Wortschatz für bessere, abwechslungsreichere Sätze.

Mehr Wörter. Bessere Sätze. Weniger sprachliche Langeweile.

Auf Instagram und Facebook bringt Quinn Perpendikel ungewöhnliche Wörter zurück in den Alltag.

 

Katharinas Werkstatt & Notizen

Hier blogge ich, Katharina Dauer, über das Schreiben: direkt aus der laufenden Werkstatt, zwischen Kapitelskizzen, gestrichenen Sätzen, halbwilden Ideen und kleinen Funden vom Weg.

„Quinn Perpendikel ist derweil in den sozialen Medien unterwegs. Dort bringt sie Wörter zurück in Umlauf, während ich hier über Schreiben, Sprache und die Entstehung meiner Romane nachdenke. Und damit befinden wir uns bereits mitten im Abenteuer – samt Geheimnissen, Seitenwegen und gelegentlich verdächtig lebendigen Wörtern.

Ich sammle Gedanken, teile Fortschritte, stolpere über Fragen und bewahre auf, was sonst im Staub der Zwischenräume verschwinden würde: Notizen, Mini-Essays, Momentaufnahmen aus dem Alltag einer Romanbauerin.

Nichts muss fertig sein. Vieles darf wachsen. Wer mag, liest mit. Wer möchte, denkt mit.

Schön, dass du hier mitliest.

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